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Wie Scotch Whisky hergestellt wird

Die Zutatenliste besteht aus einer Handvoll Einträge: Wasser, Gerstenmalz, manchmal Rauch, das war's dann schon. Manchmal kommt noch der umstrittene Zusatz von Zuckerkulör E 150 dazu (mehr dazu in der FAQ). Und dennoch ist Whisky ein häufig sehr unterschiedliches, ein ganz eigenes Getränk. Der Herstellungprozess und was genau dabei abläuft: Hier erfahren Sie alles.

Auch wenn Malt Whiskys immer nach dem gleichen verfahren hergestellt werden, schmecken sie alle unterschiedlich. Bei diesem traditionellen Destillationsverfahren machen sich selbst kleinste Unterschiede im Endprodukt bemerkbar. Aber gerade diese Einzigartigkeit macht den Single Malt Whisky aus.

In Kurzform sieht das Herstellungsverfahren so aus:

Gerste wird gemälzt -> Die Maische gärt -> Destillation -> Reifung
Da diese Kurzform aber noch sehr wenig bis gar nichts über die eigentliche Herstellung von Scotch Whisky aussagt, hier das Verfahren in allen seinen Einzelheiten.

Erster Grundstoff für die Whisky-Herstekllung ist die Gerste. Sie gemälzt, zum Keimen gebracht, um so den für die Vergärung wichtigen Zucker freizusetzen. Aus diesem Zucker synthetisieren Hefebakterien später den Alkohol. Zuerst wird die Gerste also in Wasser eingeweicht. Nur noch agnz wenige Destillerien verfügen über eigene Mälzböden. Zu Aufwendig ist das Verfahren. 

Glendronach verfügt beispielsweise noch über eigene Mälzböden, ebenso die Destillerien Bowmore, Highland Park, Laphroaig, Springbank und Tamdhu. Wenn der Wasseranteil in der Gerste gerade so 45 Prozent beträgt, läuft die Umwandlung vom Mehrfachzucker (Polymer) Stärke in Einfachzucker am besten ab.

Sobald die Gerste nach etwa fünf Tagen keimt, wird sie über einem Feuer getrocknet, der Keimungsprozess somit gestoppt. Idealerweise bleibt eine Restfeuchte von rund vier Prozent zurück. Bei der Trocknung  wird oft Torf ins Feuer gegeben, daher auch der mitunter torfige Geschmack der Whiskys. Früher wurde die Gerste ausschließlich über Torffeuer getrocknet. 

In Schottland wächst übrigens die beste Gerste der Welt und nur sie ist gut genug für Whisky. Zur Erntezeit sind weite Teile der Highlands geprägt von weiten Getreidefeldern. Keine Brennerei würde es wagen, Gerste aus dem Ausland zu importieren. 

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