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Scotch Whisky verkosten

Tasting Notes, Verkostungsnotizen, beschreiben einen Whisky möglichst genau. Aussehen, Geruch und  Geschmack werden mit Hilfe von Metaphern beschrieben. Das Tasting ist nicht so schwer, wie es vielleicht den Anschein haben mag. Probieren Sie es selbst aus.

Whisky wird eigentlich pur getrunken, wenn er nicht gerade Fassstärke und damit einen Alkoholgehalt von 54 Prozent und mehr hat. Sie können aber auch Wasser zugeben - keinesfalls aber Eis. Die Kälte des Eises betäubt die Geschmacksnerven und verdünnt den Whisky unkontrolliert. Alles andere wie beispielsweise Cola hat im Scotch sowieso nichts zu suchen. 

Wie Sie Whisky richtig verkosten, wie Sie ein richtiges "Tasting" machen, lesen Sie hier. Tasten Sie sich an einen neuen Whisky langsam, bei Bedarf auch über mehrere Tage, heran und stellen Sie das Rauchen ein - eine Stunde vor dem Verkosten. 

Die Ausstattung zum Verkosten von Whiskies sollten Sie sich natürlich noch rechtzeitig besorgen, wenn nicht schon vorhanden. Zunächst brauchen Sie eine Nase und einen Mund, die Augen können Sie erst einmal weglassen. Dazu noch Wasser, möglichst geschmacksneutral und weich. Benutzen Sie kein Mineralwasser mit Kohlensäure! Leitungswasser ist in Ordnung, wenn es sauber, geruchlos und nicht gechlort ist. 

Das Glas soll kein typisches Whiskyglas sein. Der klassische Tumbler reicht zwar zum Trinken, zum Degustieren ist er ungeeignet, da er zu weit geöffnet ist und der schwere Boden die Handwärme nicht durchlässt. Handwärme, genau! Stellen Sie Ihren Scotch nicht in den Kühlschrank sondern genießen Sie ihn bei Zimmertemperatur. Das Glas sollte unten weit und oben schmal sein, ähnlich einem Sherrykelch. Dieser eignet sich auch noch. 

Gehen Sie mit der Handwärme aber sehr vorsichtig um. Denn Alkohol löst sich vor den Geruchsstoffen auf dem Whisky und könnte den Geruch überdecken. Manche Whiskyliebhaber fassen ihre Gläser deshalb nur am Stiel an, weit weg vom Whisky.

Am Wichtigsten ist die Nase für das, was die Experten "Nosing" nennen, also das Erriechen des Whiskys. Es gibt drei Primärfarben, vier primäre Geschmäcker, aber 23 solche Gerüche. Lassen Sie sich nicht vom Aussehen des Whiskys täuschen! Manche Experten degustieren bei Rotlicht oder mit kobaltblauen Brillen, um die Farbe zu umgehen. Sie sagt wenig über den Geschmack aus. 

Jetzt geht's los: Füllen Sie etwas Whisky ins Glas, und schnuppern sie daran. Probieren Sie ein ganz kleines Bisschen. Dann geben Sie ein wenig (wenig heißt: einige Tropfen) Wasser hinzu und riechen Sie erneut. Dies wiederholen Sie so lange, bis keine neuen Gerüche und Geschmäcker mehr auftauchen. Wenn der Whisky nach der ersten Wasserzugabe spritig und scharf wird, geben Sie mehr Wasser zu.

Hier geht es zum zweiten Teil.